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Druckfarben für die Spielzeugindustrie

Druckfarben für die Spielzeugindustrie

Schadstoffarme Farben sind heute eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz in allen Bereichen der Druckindustrie. Verschärfte Anforderungen gelten u. a. für das Bedrucken von Bedarfsgegenständen, Lebensmittelverpackungen, medizinischen Artikeln und in der Spielzeugindustrie. Gerade letztere ist diesbezüglich speziell gefordert, erkunden Babys und Kleinkinder ihr Spielzeug durch Tasten und vielfach auch mit dem Mund durch Lutschen und Knabbern. Das erfordert höhere Sicherheitsanforderungen insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von Chemikalien in Druckfarben für Spielzeug:

Seit Jahren existieren in diesem Bereich daher Normen und Anforderungen zur Sicherheit von Spielzeug. Sie sollen die Einhaltung einheitlicher Sicherheitsstandards in der Europäischen Union gewährleisten. Diese Spielzeugrichtlinie wurde nun überarbeitet und ist heute in RL 2009/48/EG beschrieben. Die Einhaltung der in der Richtlinie festgelegten chemischen Sicherheitsanforderungen wird im Detail auch über die Normenreihe EN 71 (Sicherheit von Spielzeug) geregelt. Zum Einfärben und Bedrucken von Spielzeug bzw. Spielzeugbestandteilen ist dies primär die EN 71-3:2013. Die Liste der in dieser Norm aufgeführten Schadstoffe wurde auf 19 Substanzen erweitert und deren Grenzwerte zum Schutze des Verbrauchers (Kinder) zum Teil erheblich verschärft. Über weitere Absenkungen der Grenzwerte, beispielsweise von Barium, wird derzeit diskutiert.

Allg. Sicherheitsanforderungen, III chem. Anforderungen in der Richtlinie 2009/48/EG, Migrationsgrenzwerte von Spielzeug oder Spielzeugbestandteilen (vgl. zu EN 71-3:1994)

Migrationswerte von Spielzeug nach EN 71-3:2013

Die erlaubten Migrationswerte sind vom Typ des Spielzeugmaterials abhängig und werden gemäss der obenstehenden Tabelle in drei Kategorien unterteilt. Auf Grund der zum Teil sehr niedrigen Grenzwerte, die im Bereich von Spurenverunreinigungen bzw. ubiquitären Mengen liegen, ist eine Gewährleistung der Einhaltung dieser Werte ohne Analyse des bedruckten Endproduktes nicht möglich. Entsprechende Analysen können von akkreditierten Laboratorien (z. B. SQTS, SGS Institut Fresenius, Intertek, TÜV) durchgeführt werden. Verantwortlich für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bei einem Spielzeug ist der Spielzeughersteller.

Basierend auf den Kenntnissen der eingesetzten Rohmaterialien und bei fachgerechter Verarbeitung der Druckfarben bietet Printcolor verschiedene Produkte an, die der neuen Richtlinie 2009/48/EG und somit auch EN 71-3:2013 entsprechen. Dies muss jedoch durch ein akkreditiertes Labor mittels Migrationsbestimmungen bestätigt werden.

Druckfarben für die Spielzeugindustrie - EN 71-3:2013